Zürisee Unihockey - wohin des Weges?

Die Seebuben, zurück in der 1. Liga, befinden sich wieder einmal auf Sinnsuche.

Die gut besuchte Kickoff-Sitzung der ersten Mannschaft lieferte erstklassigen Anschauungsunterricht in das Innenleben des NLB-Absteigers. Da war einerseits die beeindruckende Anzahl Spieler, die in der kommenden Saison für Zürisee auflaufen wird (29 Feldspieler + 3 Torhüter), die wenig erbauliche Anzahl Verantwortungsträger (drei mehr oder weniger freiwillige Spielertrainer / Teamverantwortliche) sowie die grossen Fragen nach dem Sommertraining und dem Saisonziel.
Während das Gros der Equipe also offensichtlich zusammenbleibt, so traten Differenzen zu den letztgenannten Punkten offen zutage. Während einige sich mit weniger als dem Wiederaufstieg nicht zufrieden geben möchten, steht bei anderen das Ziel im Vordergrund, mit möglichst wenig (Trainings-)Aufwand viel Ertrag, sprich Spass, herauszuholen. So zirkulierten vom knallharten Leistungsprinzip inklusive Kaderschnitt bis zum fast schon esoterischen Ansatz (jeder spielt, wann er will und trainiert so viel er kann) ziemlich unterschiedliche Ideen. Die angesichts der fehlenden Führung basisdemokratisch durchgeführte Sitzung brachte erwartungsgemäss einiges an Polemik und wenig abschliessende Entscheidungen.

‚Kein Drama’, wie Torwart und Urgestein Terence Frank nach der Sitzung erklärte. ‚Bis im September haben wir einen Modus gefunden, mit dem wir leben alle können.’ Neben den Abgängen von Roland Zimmermann, Markus Sutter und Romeo Staub konnten mit Marc Brändli, Thomas Hodgskin, Fabian Jucker, Nicola Küng und Marc Fischer verschiedene Zugänge begrüsst werden. Kurzfristig dringlicher war jedoch die Diskussion um das sich anbahnende nächste Kapitel des Zürisee’schen Tessiner-Traumas, das den Seebuben ins Haus steht. Am 25. Juni treffen die Zürcher in der ersten Cuprunde in Tenero auf Verbano Gordola. Ein hartes Los, das zudem zur Unzeit kommt. Frank jedoch bleibt zuversichtlich: ,Zehn Nasen werden wir schon finden, die mit ins Tessin kommen.’

Die Partie wird damit nicht nur ein Test der eigenen Leistungsfähigkeit sondern auch ein Vorgeschmack auf die kommende Saison sein, in der die Zürcher jedes zweite Wochenende einige Kilometer unter die Räder nehmen müssen, um die Gegner aus Fribourg, Lausanne, Eggiwil und Co zu treffen. Dies ist die Folge der Einteilung Zürisee’s in die 1. Liga-Gruppe West, die zumindest geografisch nicht ganz nachvollziehbar ist.

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