Zürisee verliert erstes Meisterschaftsspiel und muss das Cup-Out hinnehmen

Mit dem Auswärtsspiel gegen Red Lions Frauenfeld startete für Zürisee am letzten Samstag die Saison. Am Sonntag stand dann sogleich das Cup-Spiel gegen den B-Ligisten Floorball Thurgau auf dem Programm. Ein dicht gedrängter Terminplan für die arg gebeutelten Seebuben, welche für das Wochenende auf nicht weniger als 10 Spieler verzichten mussten.

Für das (Spieler)-Trainerduo Jucker/Hardmeier war aufgrund der knappen Personalsituation schnell klar, dass man die Spielanlage des Teams anpassen muss, insofern man an diesem Wochenende erfolgreich sein will. Mit nur 10 Feldspielern müssen die Kräfte eingeteilt werden. Konkret heisst das, dass Zürisee das Spieldiktat vermehrt dem Gegner überlassen will und sich vornehmlich um eine stabile Defensive bemüht. Mit schnellem Umschaltspiel nach Balleroberung soll schliesslich auch der Torerfolg nicht zu knapp kommen.

Der Plan ging zu Beginn gut auf, nach rund vier Minuten konnte Wachter gegen Frauenfeld bereits zum 0:2 einschiessen, nachdem Nater mit einem unwiderstehlichen Weitschuss den Score eröffnete. Die Seebuben konnten das Spiel kontrollieren und liessen dem Gegner nicht viel Raum. Obwohl Zürisee das Spiel grundsätzlich gut im Griff hatte, gelang Frauenfeld, welche eine kämpferische Leistung an den Tag legten, bis zur 16. Minute der Ausgleich. Die erneute Führung durch Wachter war schliesslich der verdiente Lohn für ein gutes erstes Drittel.

Im zweiten Drittel versuchten die Frauenfelder unser Spiel früher zu stören, liefen dabei aber meist in der gut organisierten Defensive der Zürcher auf. Es war allerdings klar, dass das Heimteam auch Profit aus ihrer zahlenmässigen Überlegenheit ziehen wollte. Die Frauenfelder brachten doppelt so viele Spieler auf das Matchblatt, als dies bei den Gästen der Fall war. Bemerkbar machte sich dies auch bei der Stimmung, konnte das Heimteam doch ohne weiteres eine ganze Reihe rhythmisch klatschender Kameraden bereitstellen. Das Spiel wog währenddessen hin und her, wobei die Frauenfelder eine Unachtsamkeit der Gäste zum 3:3 Ausgleich auszunutzen vermochten.

Der Start in das dritte Drittel gelang Zürisee perfekt. Nach nur 42 Sekunden konnte Joel Wachter bereits seinen dritten Treffer bejubeln, was Zürisee erneut die Führung brachte. Man sah sich auf Kurs, den Saisonstart erfolgreich zu meistern. Danach passierte allerdings, was bereits in der letzten Spielzeit öfters vorkam. Einige haarsträubende Fehler schlichen sich im Aufbauspiel der Seeebuben ein, was dem Team aus Frauenfeld natürlich gelegen kam. Sie nutzten zwei dieser Fehler zur Führung aus und gaben diesen Ein-Tore-Vorsprung nicht mehr her. Zürisee beraubt sich selber, einmal mehr.

Lange Zeit nachzudenken blieb allerdings nicht. Bereits am Sonntag stand das Cup-Duell gegen den B-Ligisten Floorball Thurgau auf dem Programm. An der Taktik änderte sich nichts, musste man doch wiederum mit 10 Spielern antreten. Das Team war sichtlich geplagt vom Vorabend, war aber bereit, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Was Zürisee danach in den 20 Minuten auf das Parkett brachte, war etwas vom Besten, was die Truppe in jüngster Vergangenheit gezeigt hat. Taktische Disziplin, einfaches Spiel, Geduld, Kampfgeist. Coach Jucker fand dann auch viel Lob in der ersten Pause. Davor brachten Joel Wachter und Marc Fischer die Seebuben mit zwei Toren in Führung, bevor den Thurgauern vor Drittelsende noch der Anschluss gelang.

Als Marc Fischer in der 26. Minute sein zweiter Treffer gelang und Zürisee wieder mit zwei Toren in Front schoss, witterten die Seebuben die Sensation. Floorball Thurgau antwortete allerdings mit einem

Doppelpack innert einer Minute trocken. In dieser Phase produzierten die Seebuben wieder den einen oder anderen Fehler zu viel, was gegen einen B-Ligisten nicht gerade zuträglich ist. Bis zum Ende des zweiten Drittels konnten die Gäste eine 3:5 Führung herausspielen.

Im letzten Drittel zeigten die Seebuben nochmals Charakter und liessen sich vom zwischenzeitlichen 3:6 nicht vom Weg abbringen. Man spielte konsequent nach vorne und versuchte, die Lücke in den Reihen der Thurgauer zu finden. Eine schöne Kombination zum 4:6 brachte die Hoffnung schliesslich endgültig zurück. Die anschliessende Überzahlsituation soll nun das Comeback endgültig klar machen. Hier schliesst sich der Kreis allerdings wieder, die Seebuben servierten im Aufbauspiel dem Gegner einmal mehr den Ball "pfannenfertig", wobei diese zum Endstand von 4:7 einschiessen konnten. Schlussendlich war es auch am Sonntag über weite Strecken eine sehr gute, wenn nicht perfekte Vorstellung von den stark dezimierten Seebuben. Ein Sieg wollte aber auch dieses Mal nicht gelingen, worauf wir Floorball Thurgau zum verdienten Einzug in die nächste Runde gratulierten

UH Red Lions Frauenfeld - Zürisee Unihockey ZKH 5:4 (2:3, 1:0, 2:1) Kantihalle Frauenfeld, Frauenfeld. 57 Zuschauer. SR Jung/Petros. Tore: 2. N. Nater 0:1. 4. J. Wachter (F. Jucker) 0:2. 11. M. Ausderau (R. Germann) 1:2. 16. R. Moschen (S. Pfister) 2:2. 20. J. Wachter (R. Temperli) 2:3. 37. R. Germann (F. Ullmann) 3:3. 41. J. Wachter (L. Maffioletti) 3:4. 46. D. Stampfli (J. Olbrecht) 5:4. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UH Red Lions Frauenfeld. 1mal 2 Minuten gegen Zürisee Unihockey ZKH.

Zürisee Unihockey ZKH - Floorball Thurgau 4:7 (2:1, 1:4, 1:2) Farlifang, Zumikon. SR Fässler/Schläpfer. Tore: 1. J. Wachter (S. Rüegg) 1:0. 14. M. Fischer (N. Nater) 2:0. 18. Y. Fitzi (N. Graf) 2:1. 26. M. Fischer (J. Klinkmann) 3:1. 28. N. Possag (Y. Fitzi) 3:2. 29. N. Einiö (I. Lüthi) 3:3. 34. J. Königshofer (R. Sager) 3:4. 40. N. Einiö (R. Sager) 3:5. 48. N. Sutter (Y. Fitzi) 3:6. 55. S. Rüegg (J. Wachter) 4:6. 58. S. Lienert 4:7. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zürisee Unihockey ZKH. 4mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.

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