U16: Siegesserie des jüngsten Grossfeldteam in den letzten Sekunden gerissen.

An einem sonnigen Frühlingstag, mitten in den Zürcher Sportferien, stand die 7. Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Mit Bassersdorf Nürensdorf und den Glattal Falcons trafen die Seebuben auf zwei unangenehme Gegner. Die beiden Hinspiele im letzten Jahr gingen beide knapp verloren. Dass die jüngste Grossfeld Mannschaft von Zürisee Unihockey seit der besagten Doppelniederlage einen gross einen grossen Schritt vorwärts gemacht hatte, zeigte sich sogleich im ersten Spiel.

Die dezimierte Truppe um das Trainergespann Wachter sorgte mit einem 5:2 Sieg gegen den Zweitplatzierten Bassersdorf Nürensdorf für ein Ausrufezeichen. Die Anfangsphase des ersten Spiels der Blau Weissen war geprägt von einigen Fehlpässen, Stockschlägen und Fehlversuchen. In der 4. Spielminute wurde Andersson in der nahen Ecke erwischt und damit lag Zürisee Unihockey bereits früh im Rückstand. Nach wenigen Taktikanweisungen fanden die Seebuben immer besser ins Spiel und kontrollierten den Gegner nach Belieben. Der Ausgleich liess nicht lange auf sich warten. Das Spiel ging mit einem Unentschieden in die Pause. Dass hier gegen ein ebenfalls personalgeschwächtes Bassersdorf mehr drin ist, merkten die Junioren bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff. Früh konnte man sich mit einem Doppelschlag (Ramseier, Bernsteiner) vom aufsässigen Gegner absetzen. In der 37. Minute sorgte dann wiederum Ramseier mit einem satten Schuss für die Vorentscheidung. Bassersdorf warf nun alles in die Waagschale, konnte aber nicht mehr richtig reagieren. Besser noch: In der 39. Minute setzte Matz Fischer mit einer herrlichen Einzelleistung den 5:2 Schlusspunkt. Einziger Wehrmutstropfen: Ein etwas sehr primitiver Elternteil der gegnerischen Mannschaft enervierte sich lauthals ab der Schiedsrichterleistung, welche aber neutral und auf gutem Niveau war. Der Schreihals hatte wohl nicht bemerkt, dass er an diesem Nachmittag nicht in der Zürcher Südkurve sondern in der Dürrbachhalle zu Gast war und liess jeglichen Anstand vermissen. Und dies in einer Zeit, in welcher Schiedsrichter immer rarer werden.

Mit diesem Sieg ist es bereits eine Runde vor Schluss klar, dass der UHC Mutschellen den ersten Tabellenplatz nicht mehr verlieren kann und somit an der Aufstiegsrunde teilnehmen wird. Joël Wachter kommentierte: "Ich freue mich auf das versprochene Bier vom UHC Mutschellen – Trainerstaff, welches noch vor dem Anpfiff dieses Spiels ausgehandelt wurde".

Im zweiten Spiel nach dem wichtigen Sieg gegen Bassersdorf wartete das Heimteam - die Glattal Falcons. Das Spiel entsprach in den ersten 20 Minuten ganz nach dem Gusto der Zumiker. Hirs, mit seinem ersten Einsatz für die U16, und Captain Bernsteiner erspielten den U16-Junioren eine komfortable Führung. In der Pausenansprache warnte Marc Wachter jedoch vor zu grosser Vorfreude: «Jungs, im Unihockey sind zwei Tore schnell erzielt.» Tragisch, dass er mit seinen Worten noch recht behalten sollte. In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel vor sich hin bis zur 30. Minute, als die Falcons den 1:2 Anschlusstreffer erzielten. Zürisee Unihockey zeigte eine Reaktion und liess einige 100%-Torchancen liegen. Auch die Falcons vergaben einige Torchancen. Die Geschichte, welche nun folgte, schriebt nur der Sport. 20 Sekunden vor Schluss erzielte das Heimteam den Ausgleichstreffer. Das Pressing auf den Gegner wurde de facto eingestellt und der ungefährliche Schuss fand unglücklicherweise via Bein von Bernsteiner ins eigene Tor. Taktikfuchs Marc Wachter zeigte dem Schiedsrichtergespann genervt das Time-Out an und zeichnete seinen Junioren einen mustergültigen letzten Angriffsversuch auf. Was dann folgte liess dem etwas kränkelnden Trainer sein Ricola-Zältli im Hals stecken. Das Bully ging verloren, der Gegner schloss auf Höhe Drittelslinie ab und wieder fand der Ball durch einen Ablenker ins Tor. 3:2 Niederlage – aus und vorbei. Was so gut begonnen hatte, wurde in der letzten Spielminute eiskalt vernichtet. Der sonst eher gesprächige Teamleader Bernsteiner gab auf die Frage nach dem Spiel, ob er enttäuscht sei die knappe Antwort "Ja schon!" und verzog sich mit der Mannschaft in die Garderobe.

Fazit:
Die Mannschaft hat während der Saison einen riesigen Schritt vorwärts gemacht. Praktisch jedem Gegner in der Rückrunde konnte das eigene Spiel aufgedrückt werden. Mitzunehmen aus der vergangen Doppelrunde ist aber sicherlich, dass ein Spiel eben erst fertig ist, wenn der Schiedsrichter pfeifft und die Räume und Gegner eben bis in die letzte Sekunde zugestellt werden müssen.

Die nächste und somit letzte Runde findet dann am 10. März in Mutschellen statt. Das Ziel ist klar: Gegen den UHC Pfannenstiel visiert das Team den fünften Derbysieg in Folge an und gegen den Meister UHC Mutschellen, möchte man einen möglichst positiven Auftritt hinlegen.

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