U16: Unglücklicher Saisonabschluss

Die U16 beedendet die Saison, wie sie begonnen wurde. Einmal mehr scheiterte man an sich selber.

Die Ausgangslage den angestrebten 3. Platz zu halten, hätte bei der Ankunft in der Halle nicht besser sein können. Weil der UHC Pfannenstiel überraschend Bülach schlug, reichten zwei Punkte um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. In ersten Spiel wartete besagtes Pfannenstiel und bat zum Derby. Bereits beim Einspielen war dem Staff aber klar, dass das nichts werden würde. Das Grundübel, sich nicht ideal auf den Match einzustimmen, schien sich in der starken Rückrunde fast in Luft aufgelöst zu haben. Aber eben nur fast. Bis kurz vor Spielbeginn hatten die meisten Spieler einen Gesichtsausdruck einer Tasse lauwarmen Tees und so liess man den Gegner zu einfach ins Spiel kommen. Das Spiel plätscherte vor sich hin bis Pfanni das Skore eröffnete. Wenige Sekunden später glich Bernsteiner die Partie aber wieder aus. Wer nun meinte, dass Zürisee den Weckruf ernst nehmen würde, wurde bitter enttäuscht. Die Intensität, wie sie in den Abschlusstrainings gelebt wurde, konnte nicht annähernd erreicht werden und so musste die Goldküstentruppe mit einem 3:1 Rückstand in die Pause. Die Coaches griffen danach zu ungewöhnlichen Mittel, um ihr Team endlich wachzurütteln. So viel ist zu verraten: Die Schallisoltion in der schmucken Halle auf dem Mutschellen wurde bis aufs äusserste ausgereizt.

Genützt hat es wenig. Die zweite Halbzeit blieb torlos und so gingen die budgetierten zwei Punkte anstatt nach Zumikon, nach Egg. Assistenztrainer Joël Wachter resümierte nach der Pleite resigniert: „Es kann nicht sein, dass wir als Trainer beim Aufwärmen und Einspielen mehr als 200% geben müssen, um die Mannschaft fit zu kriegen.“

Im zweiten Spiel wartete ein anderes Kaliber: Der UHC Mutschellen, zu diesem Zeitpunkt bereits aufgestiegen (Gratulation an dieser Stelle). Zwar wurden nun Zweikämpfe angenommen, Fehlerquellen vermieden und Schüsse mit vollem Einsatz geblockt. Aber auch das reicht nicht. Das Spiel ging mit 6:3 verloren und so rutschte Zürisee in der letzten Runde auf den undankbaren 4. Platz ab.

Fazit
Mit dieser eher tristen Vorstellung endet die Saison 2018/2019, welche über alles gesehen aber äusserst positiv in Erinnerung bleiben darf.

Mehr als 70% aller eingesetzten Spieler waren vom Jahrgang her noch zu jung für die U16. Diverse 2005er und 2006er konnten so bereits an das Grossfeld herangeführt werden und werden zusammen mit dem leistungsstarken 2004er Jahrgang das Rückgrat für nächste Saison bilden können. Oft wurde gezeigt, welch enormes Potenzial in der Mannschaft steckt. Allen Gegnern begegnete man auf Augenhöhe und bezwang, mit Ausnahme von Mutschellen, jeden Gegner mindestens einmal. Als Wehmutstropfen bleibt aber sicherlich die bereits angesprochene, teilweise lausige Einstellung auf die Spieltage. "Es bringt nichts, wenn wir unter der Woche hervorragend trainieren, unsere Leistung dann aber nicht auf den Punkt abrufen können. Dies ist sicher ein Punkt, an welchem wir nächste Saison arbeiten müssen!", meinte Laurin Bernsteiner auf die Saison angesprochen.

Ausblick
Im Farlifang kehrt nach der intensiven Saison nun erstmal etwas Ruhe ein. Die beiden kommenden Freitagstrainings werden genutzt, um die Saison gemütlich ausklingen zu lassen. Nächsten Freitag besucht die U16 das NLA-Playoff-Heimspiel in Uster und am Freitag darauf findet ein Elternturnier mit anschliessendem Abschlussessen statt.

Der Kickoff für die Saisonvorbereitung 2019/2020 fällt dann Mitte April mit einem Informationsanlass für die Eltern und einem anschliessenden Apéro. Cheftrainer Marc Wachter meint: " Wir haben das Kader (22 Spieler) für nächste Saison bereits zusammen. Gerne würden wir einzelne Positionen noch punktuell verstärken, aber ein Blick in die Teamliste zeigt für nächste Saison gute Perspektiven auf." Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

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