Erstklassiger Schlussspurt und Aufbruch in neue Gefilde.

Nach bisher 6 Runden bogen die Teams in das letzte Drittel der Saison ein. Noch ein letztes Mal spielt man gegen sämtliche Gegner. Die Zürisee-Damen mussten sich knapp dem Leader Obwalden beugen (1:3), bevor sie gegen die White Indians nichts anbrennen liessen und nun Punktgleich mit dem Zweiten auf dem dritten Platz weilen.

Die Runde 8 präsentierte das letztplatzierte Interlaken sowie Co-Zweiten aus Hühnenberg, die dank besserem Torverhältnis noch vor Zürisee lagen. Gegen Interlaken war der Auftrag klar, den dritten Sieg im dritten Vergleich und möglichst die Kluft im Torverhältnis zu Einhorn Hünenberg verbessern. Nach dominantem Beginn, zwar ohne Torerfolg, war es wieder einmal Tämi, die den Torreigen eröffnete. Ihr Torschuss aus spitzem Winkel zeigt die Gefährlichkeit der Stürmerin. Kurze Zeit später war es Karen, die auf eben diese Tämi ablegte, welche gekonnt von der Seite nach innen zog und auf 2:0 setzte. Um im Familieninternen Vergleich nicht untätig zuzuschauen, tanzte Schwester Nadine 2 Gegenspielerinnen schwindlig und schloss abgeklärt zum 3:0 Pausenstand ab. Nach der Pause galt es den Druck weiterhin aufrecht zu halten. Wieder war es Karen die eine freie Mitspielerin fand: Sie erkämpfte hinter dem gegnerischen Tor den Ball und fand Ena, die sich nicht zweimal bitten liess. Nun war es wieder Cantoni-time, Nadine spielte Tämi hoch an, diese jonglierte den Ball gekonnt an der machtlosen Torhüterin vorbei. In den Schlussminuten fand Nuria Käthy, welche ihre Gegnerin von rechts überlief und auf 7:0 stellte. Ziel erfüllt, wenn auch wegen eines «Gnusch» vor dem eigenen Tor die Interlaker Damen noch Claudias 3 Shutout verhinderten. Dank dem, dass Einhorn ihr Spiel unentschieden gestalteten, lag man nun einen Punkt vor diesen und hatte nun ein leicht positives Torverhältnis.

Mit einem Sieg im zweiten Spiel des Tages, hatten die Zürcherinnen die Chance auf 3 Punkte Vorsprung inklusive besserem Torverhältnis. Hünenberg, das in der zweiten Saisonhälfte nachliess, hatte dafür aber wenig übrig. Anders als noch im zweiten Vergleich, den Zürisee ziemlich souverän gewann, war der Kampf nun einiges grösser. Es war dann wiederum die kämpferisch starke Karen, die endlich für Arbeit beim Schiedsrichtertisch sorgte und zum verdienten 1:0 einschoss. Wegen einer desaströsen Auslösung kam Hünenberg jedoch kurze Zeit später und viel zu leicht zum Ausgleich. In der Pause wurden die Nerven wieder beruhigt, Feinjustierungen vorgenommen. War das Spiel zwar immer noch umkämpft, so kamen die Einhörner eigentlich nur noch dank unnötigen Eigenfehler ab und an gefährlich vor Claudias Tor. Mit einem Unentschieden wahrte man zwar den knappen 1 Punkt Vorsprung, aber so wirklich helfen täte dies niemandem. Nadine, die ein gutes Müsli gehabt haben muss, machte dann mal kurz auf Roman Josi, überlief Frau und Maus, nur um dann das Ganze auch noch mit einer Rakete in die weite Torecke abzuschliessen. Der Jubel war gross und die 2:1 Führung sollte bis zum Schluss bestehen. Ziel erfüllt.

Als Krönung konnte Trainer Hagi noch weitere gute Neuigkeiten mit dem Team teilen: Da der Gruppenerste und -zweite aus der Nachbarsgruppe ihren Aufstiegsverzicht bekannt gaben, wussten die Blauen, dass als bester Gruppenzweite die Tür für den Aufstieg weit aufging.

Runde 9
Der letzte Spieltag brachte, trotz des zuvor schon geklärten Gruppensiegs von Floorball Obwalden, also nochmals viel Spannung. Ein Sieg im ersten Spiel des Tages gegen Absteiger Schwarzenbach würde für den 2. Platz alles klar machen. Im letzten Spiel der Saison könnte man dann noch den Titel als bester Gruppenzweiter sichern und den Aufstieg in die 1. Liga klarmachen.
Es war nichts anderes als eine Reifeprüfung für ein Team, das sich innerhalb eines Jahres aus den Niederungen der 2. Liga nach vorne spielte.

Schwarzenbach zog zwar zweimal schon den Kürzeren, beide Male aber knapp, sodass die Zürisee-Damen durchaus auch mit angespannten Nerven in dieses kapitale Spiel stiegen. Auf Grund des gewachsenen Kaders und einer stärkeren Breite, konnte Coach Hagi erstmals Sturmreihen aufs Feld schicken. Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung und so sollte der Gegner keine Zeit für saubere Auslösungen bekommen.
Trotz spielerischem Übergewicht stand auch nach längerer Zeit noch die 0 auf beiden Seiten. Zürisee sündigte im Abschluss, verfehlte das Tor oder der Ball wurde von den Gegnerinnen geblockt, die keineswegs Punkte abgeben wollten. Nach dem zweiten Pfostenschuss fand Ena die aufgerückte Jana, die sich ein Herz fasste und den Ball aufs Tor feuerte, wo Tämi für Verkehr sorgte. Janas Schuss fand an Freund und Feind vorbei, den Weg ins Tor. Leider vermochte Schwarzenbach noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen und so mussten die Zürcherinnen noch eine Schippe drauflegen, wollten sie beide Punkte nach Hause nehmen. Das Spiel blieb zäh, ein weiterer Pfosten beim Black Creek Tor sowie ein zurecht aberkannter Treffer (Torhüterbehinderung) von Seiten Schwarzenbach, liessen den Puls hüben wie drüben stetig weiter steigen. So war es letztendlich eine Standardsituation, die den Unterschied brachte. Ladina tippte für Käthy an, welche mittels Drehschuss in die kurze Ecke das letztlich verdiente 2:1 erzielte. Als der Schlusspfiff dann viel, war der Jubel gross, sicherte sich Zürisee damit doch den zweiten Platz, obwohl Hünenberg auch ihr Spiel gewann.

Das letzte Saisonspiel stand nun an. Gegen Waldenburg musste man bisher jeweils die Punkte teilen, zuletzt trotz einer 4:0 Führung. Zürisee wollte nun aber klarstellen, welches Team hier verdient auf dem zweiten Platz steht, welches Team hier auch im Gruppenvergleich mit den anderen Gruppenzweiten die Nase vorne hat und die Saison mit 4 Siegen in Serie abschliessen will.

Mit dem Selbstvertrauen, welches in dieser Saison mehr und mehr getankt wurde, stellten sich das Fanionsteam der Zürisee-Damenabteilung ihrer letzten Aufgabe. Die Eagles aus Waldenburg zeigten sich wiederum als hartnäckiger Gegner, aber anders als in den bisherige Vergleichen, liessen die Zürcherinnen hinten kaum etwas zu und machten vorne trotzdem Dampf. Ordentlich Dampf war dann auch hinter dem Ball, den Meret abgab. Der Ball donnerte ins hohe Eck, top shelf where momma keeps the cookies. Mit diesem Minimalvorsprung ging es auch in die Pause.

Die letzte Spielhälfte sollte mehr vom Gleichen zeigen. Michelle war in Scorerlaune, knallte das Runde ebenfalls unter die Latte und widmete den Treffer Brogle, die noch Nepal am erkunden war. Beim Gegner war die Luft nun merklich dünn und so war es Karen, die ihre Gegnerin von rechts überlief und auch das dritte Tor unter die Latte ballerte. Die letzten Minuten galten der Verwaltung des Vorsprungs und der Sicherung des dritten Shutouts der Saison. So endete das letzte Spiel 3:0 und die Saison auf dem 2. Platz.

Wenige Tage später kam dann auch die Bestätigung des Verbandes, die Zürisee-Damen steigen sensationell in die 1. Liga auf!!!


Die Saison 2022/23 schloss Zürisee noch auf dem zweitletzten Platz mit 9 Punkten und 22-54 (-32) Toren ab. Trotzdem war das ambitionierte Ziel für die Saison 2023/24 zumindest um den Aufstieg mitzumischen. Nach dem ersten Saisondrittel hatte man 7/12 Punkte, eine Leistungssteigerung aber noch zu wenig für den grossen Traum. Ende des zweiten Saisondrittels kam das Team auf 17/24 (10/12) und so langsam stieg die Hoffnung, es am Ende zu schaffen. Mit dem Schlussspurt zum Saisonende auf 27/36 Punkte (10/12) reichte es dann auch zum besten Gruppenzweiten der 2. Liga (La Chaux-de-Fond 22/36 ; Gossau 25/36).

Das Torverhältnis von 58-27 (+31) rundet die immense Entwicklung des Teams ab. Nun ist es nicht so, dass auf die zu Ende gegangene Saison plötzlich 2-3 Knipser oder neue Abwehrspezialistinnen und Playmakers sich im Farlifang eingefunden haben, also zumindest nicht ganz so wie vielleicht vermutet. Es war einfach so, dass ohne Zugänge das komplette Team anstatt eines Schritts gleich zwei bis drei Schritte nach vorne gemacht hat. Mit den starken Juniorinnen, die aus der Klubeigenen Talentschmiede nach oben drängen, scheint dem Team auch eine starke Zukunft in der 1. Liga durchaus zuzutrauen.

Das Team plus Coach freut sich ungemein auf die Einzelspiele und wünscht sich jetzt schon einen grossen Aufmarsch bei den 7! Heimspielen in der kommenden Saison.

Hopp Zürisee!!!

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